Standardwerte Fonds: Kriterien für den Erfolg in Deutschland

Standardwerte Fond gehören schon seit einigen Jahren zu den Werten, die man unbedingt in seinem Depot haben sollte. Denn Rendite und Wachstum sind wirklich herausragend. Die Kriterien für den Erfolg der Aktien haben wir zusammengestellt.

An Aktien führt kein Weg vorbei

In einem Punkt sind sich die meisten Finanzexperten einig: Wer sein Geld vermehren möchte, wird langfristig an Aktien und Aktienfonds nicht vorbeikommen. Denn die klassischen Geldanlagen wie Sparbücher, aber auch das Festgeld haben leider schon länger ausgedient und so muss man sich nach neuen Investitionsmöglichkeiten umsehen. Aktien, aber vor allem auch Aktienfonds sind dabei eine großartige Möglichkeit zu investieren.

Gerade mit Aktienfonds hat man die Option, in mehrere Aktien gleichzeitig zu investieren und damit sein Risiko etwas zu streuen, denn natürlich gibt es auch bei Investments in Aktien die Gefahr, dass man Geld verliert, die Aktien also an Wert einbüßen. Daher sollte man am besten nur das Geld in einen Fund investieren, das man in naher Zukunft nicht unbedingt braucht. Mit anderen Worten: Aktien und Aktienfonds lohnen sich so richtig, wenn man viel Zeit und Muße hat, Verluste können sich über Jahre hinweg wieder ausgleichen und Gewinne im gleichen Zeitraum anhäufen.

Damit spielt auch das Lebensalter bei dem geplanten Investment eine Rolle: Noch junge Menschen können auch in riskantere Papiere investieren, die in der Regel mit höheren Renditen locken, denn diese können mögliche Verluste noch in den nächsten 20 oder vielleicht sogar 30 Jahren ausgleichen. Während älteren Menschen eher dazu geraten wird, in konservativere Anlageformen zu investieren. Die Standardwerte Fonds können dazu eine Möglichkeit sein.

Standartwerte Fonds: Wer sein Geld vermehren möchte, wird langfristig an Aktien und Aktienfonds nicht vorbeikommen. (#01)

Standartwerte Fonds: Wer sein Geld vermehren möchte, wird langfristig an Aktien und Aktienfonds nicht vorbeikommen. (#01)

Was sind Standardwerte Fonds überhaupt?

Mit dem Begriff „Standardwerte“ bezeichnet man Aktien von großen, in der Regel globalen Konzernen, die weltweit tätig sind und an der Börse einen hohen Wert erzielen. Ein anderer, ebenfalls häufig benutzter Ausdruck für diese Art von Aktien ist Blue Chips. Gerade im DAX sind viele solcher Aktien vertreten, die zu den Blue Chips zählen. Und die Investition in diese Wertpapiere kann sich lohnen. Ein Beispiel: Wer sich in den 80er Jahren Aktien gekauft, oder in einen Fonds investiert hat, der Standardwerte enthält, konnte bis heute eine durchschnittliche Rendite von 20 Prozent erwirtschaften. Vergleicht man das mit der Rendite, die man für Sparbücher oder auch Festgeld erhält, merkt man schnell, dass Standardwerte Fonds durchaus eine sehr gute Alternative sein können, die sich lohnt.

Da Standardwerte an der Börse so beliebt sind, haben sie auch ein höheres Handelsvolumen als nicht-Standardwerte. Außerdem sind sie interessant für institutionelle Investoren wie Versicherungen und Fondsgesellschaften. Soweit die gängige Definition von Standardwerten. Aber was macht diese Aktien so interessant für Anleger und wie kann man vielleicht selbst davon profitieren?

Standartwerte Fonds: Die Investition in diese Wertpapiere kann sich lohnen. (#02)

Standartwerte Fonds: Die Investition in diese Wertpapiere kann sich lohnen. (#02)

Von den Standardwerte Fonds profitieren

Um von den Standardwerte Fonds profitieren zu können, muss man zunächst eine Bank haben, über die man die Aktien An- und Verkäufe abwickeln kann. Sehr häufig ist auch die Möglichkeit, dass man die Fonds über einen Broker bezieht. Da gerade die Online-Broker häufig günstiger sind, als die klassischen Banken, erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit. Hat man also die passende Bank oder den passenden Broker gefunden, kann man auch schon zum nächsten Schritt übergehen: Dem Aktien-Depot. Man muss nämlich unbedingt ein Aktien-Depot haben, in dem man die Aktien lagern kann, sonst kann man nicht mit ihnen handeln und auch keine Rendite erwirtschaften.

Bei der Eröffnung eines Wertpapier-Depots sollten Sie einige Dinge beachten. An erster Stelle sind dabei die Gebühren zu nennen. Tatsächlich gibt es nämlich auch Banken (und hin und wieder auch Online-Broker), die nur dafür eine Gebühr erheben, dass man ein Depot bei ihnen führt. Unabhängig davon, ob man damit nun auch tatsächlich handelt oder nicht. Da können manchmal bis zu 30 Euro pro Jahr oder auch mehr zusammen kommen, ohne dass man auch nur einen Trade gemacht hätte. Diese Kosten kann man vermeiden, wenn man sich für einen Anbieter entscheidet, der ein kostenloses Depot anbietet, denn die gibt es auch und die müssen auch nicht unbedingt von schlechterer Qualität sein.

Neben den Depot-Führungsgebühren kommen auch noch weitere Gebühren auf Interessenten von Aktien und Fonds zu. Dazu gehören:

Gebühren, die der Handelsplatz selbst erhebt (damit sind die sogenannten Börsengebühren gemeint, die von der jeweiligen Börse, also Frankfurt, oder Stuttgart, aber auch von einem ausländischen Handelsplatz) erhoben werden.

Gebühren für jeden Kauf, die sogenannte Odergebühr, die die jeweilige Bank oder der Broker erhebt. Diese Gebühr ist wiederum zweigeteilt: In einen festgelegten Bestandteil, der bei jeder Order gleich bleibt und einen variablen Anteil, der sich nach der Höhe der Order (es können ja durchaus sehr große Beträge an den Handelsplätzen bewegt werden) richtet. Auch in diesem Punkt gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbieter. Es gibt nämlich auch solche, die keinen variablen Beitrag (die volumenabhängige Gebühr) fordern, sondern diese komplett entfallen lassen. So kann man unter Umständen eine ganze Menge Geld sparen. Vor allem dann, wenn man häufig an der Börse tradet.

Standartwerte Fonds: Sehr häufig ist auch die Möglichkeit, dass man die Standartwerte Fonds über einen Broker bezieht. (#03)

Standartwerte Fonds: Sehr häufig ist auch die Möglichkeit, dass man die Standartwerte Fonds über einen Broker bezieht. (#03)

Das macht die Standardwerte Fonds so erfolgreich

Wie wir gesehen haben, gelten als Standardwerte diejenigen Aktien, die zu den großen Unternehmen und Konzernen gehören. Traditionell sind in Deutschland diese Aktien im DAX zusammengefasst. Daneben gibt es aber auch den MDAX oder den SDAX. Hier sind zwar auch sehr erfolgreiche Unternehmen gelistet, die Kapitalisierung und der Umsatz dieser Aktien reicht aber nicht aus, um sie als Standardwerte zu bezeichnen. Die meisten Aktien, die in diesen Fonds verzeichnet sind, gelten daher als Nebenwerte.

Die Standardwerte Fonds gelten schon seit einigen Jahren als gute Möglichkeit, sein Geld langfristig mit einer guten Rendite anzulegen. Grund dafür sind unterschiedliche Dinge: Abgesehen davon, dass die deutsche Wirtschaft schon seit längerer Zeit im Aufwind ist und der DAX scheinbar täglich von einer Höchstmarke zur nächsten eilt, gibt es noch weitere Faktoren, die den Erfolg eines Aktienfonds entscheidend mitbestimmen können. Das geht auf Untersuchungen der Ratingagentur Morningstar zurück, die sich die Performance der besten Standardwerte Fonds genauer angesehen hat. Unter den ohnehin schon sehr erfolgreichen Standardwerte Fonds gibt es solche, die noch erfolgreicher sind als andere.

Die 10 besten Standardwerte Fonds sind:

Standartwerte Fonds: Traditionell sind in Deutschland diese Aktien im DAX zusammengefasst. (#04)

Standartwerte Fonds: Traditionell sind in Deutschland diese Aktien im DAX zusammengefasst. (#04)

  • DWS Deutschland LC
  • DekaFonds CF
  • DWS Investa
  • DWS Aktien Strategie Deutschland LC
  • UniFonds
  • Concentra A EUR
  • FT Frankfurt-Effekten-Fonds
  • Fondak A EUR
  • UniDeutschland
  • Fidelity Germany A-Dis-EUR

(Quelle: Morningstar Direct)

Die Merkmale der erfolgreichen Fonds

Bei all diesen Fonds, die in Standardwerte investieren, zeigen sich einige Gemeinsamkeiten, die vielleicht daran beteiligt sind könnten, dass diese Standardwerte Fonds so erfolgreich sind:

Fondsmanager investieren mehr Zeit als der Durchschnitt in den Fonds: In den erfolgreichen Standardwerte Fonds sind Manager tätig, die sich länger als Manager anderer Fonds um die Aktien im Depot kümmern: Im Schnitt sind es hier nämlich 8,3 Jahre, die ein und derselbe Fondsmanager mit dem Fonds betraut ist. Die lange Erfahrung mit den unterschiedlichen Werten im Depot gibt dem Manager vielleicht den nötigen Durchblick, um genau zur richtigen Zeit zu kaufen und zu verkaufen.

Auf die Mischung kommt es an: Die sehr erfolgreichen Standardwerte Fonds haben im Schnitt einen relativ hohen Anteil von mittelgroßen Unternehmen, also Unternehmen, die nicht zu den ganz großen Playern auf dem Börsenparkett gehören, aber trotzdem mit einer sicheren und sauberen Rendite überzeugen können. Aktien, die sehr gut laufen, sind in diesen Standardwerte Fonds mit einer größeren Anzahl vertreten, was dazu führt, dass Gewinne entsprechend eine größere Gewichtung haben.

Auch die Quantität ist entscheidend. Mit dem letzten Punkt hängt auch ein weiterer Erfolgsfaktor der größten Standardwerte Fonds zusammen: Sie besitzen nicht nur qualitativ hochwertige Aktien in ihrem Depot, sondern können auch allein aufgrund der Masse eine gute Rendite erwirtschaften.
Eine hohe Aktivität bringt bessere Ergebnisse: Eine Untersuchung hat zudem ergeben, dass die Manager der erfolgreichen Standardwerte Fonds etwas fleißiger sind, als die Manager der übrigen Fonds. Konkret bedeutet das, dass diese Manager etwas mehr handeln, als ihre Kollegen, was sich durchaus positiv auf die Rendite des gesamten Standardwerte Fonds auszuwirken scheint.

Standartwerte Fonds: Fondsmanager investieren mehr Zeit als der Durchschnitt in den Fonds. (#05)

Standartwerte Fonds: Fondsmanager investieren mehr Zeit als der Durchschnitt in den Fonds. (#05)

Unser Fazit zu den Standardwerte Fonds

Wer sein Geld langfristig mit einer guten Rendite vermehren möchte, der ist mit einer Anlage in Standardwerte Fonds gut beraten. Gerade die top Fonds aus diesem Sektor zeigen eine sehr gute Performance, die die klassischen Anlagen wie Sparbuch oder auch Festgeld locker abhängt.

Dabei gibt es jedoch einige Dinge, die man beachten sollte, um das beste aus einer Anlage in Standardwerte Fonds herauszuholen. Dazu gehört die Wahl der passenden Bank oder des Brokers, bei dem man sein Depot führen möchte, auch die Gebühren für das Depot sollten beachtet und vorher genau geprüft werden. Denn zu hohe Gebühren für einzelne Order oder das Depot im allgemeinen können die Rendite schmäler und das muss nicht sein. Am Markt gibt es nämlich mittlerweile sehr gute Angebote, die bei gutem Service trotzdem relativ günstig sind und mit denen man langfristig sein Geld gut investieren kann.

Grundsätzlich sind Standardwerte der großen Firmen und globalen Konzerne den sogenannten Nebenwerten vorzuziehen, die zwar auch hin und wieder mit einer guten Rendite überzeugen können, in der Gesamtbetrachtung aber nicht mit den großen Aktien im DAX mithalten können.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild: Puwadon Sang-ngern, #01: Phongphan, #02: Looker_Studio, #03: Alf Ribeiro, #04: sulada jaichum, #05: Bart Sadowski

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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