Preise in Ausschreibungen für Solarparks und gewerbliche Solardächer sind zu niedrig, angesichts der steigenden Kosten für Kapital, Arbeit und Komponenten

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Die Solarbranche begrüßt die Erhöhung der zulässigen Höchstwerte für Gebote in kommenden Ausschreibungen für Solarparks und gewerbliche Solardächer als Reaktion auf steigende Kosten für Kapital, Arbeit und Komponenten. Der Bundesverband warnt jedoch davor, dass, wenn die von der Bundesregierung vorgesehene Entfesselung der Photovoltaik erfolgreich sein soll, eine Reihe weiterer Marktbarrieren beseitigt werden müssen.

Solarparks, deren Volumen mehr als 1.000 Megawatt beträgt, haben sich nicht an der Solarauktion beteiligt

Der BSW hat nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die maximalen Preise, die bei Solarauktionen geboten werden dürfen, dringend angehoben werden müssen. (Foto: AdobeStock - David-A380 510000534)

Der BSW hat nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die maximalen Preise, die bei Solarauktionen geboten werden dürfen, dringend angehoben werden müssen. (Foto: AdobeStock – David-A380 510000534)

In letzter Zeit haben auch die Solarunternehmen unter Kostensteigerungen gelitten. Aus diesem Grund begrüßen sie die von der Bundesnetzagentur angeordnete Erhöhung der höchstzulässigen Gebotswerte für Solarförderungen, die bei kommenden Auktionen verwendet werden. Im vergangenen Jahr, laut einer Schätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), haben Solarparks mit einem Volumen von über 1000 Megawatt an einer Solarauktion nicht teilgenommen. Deshalb hat der BSW die Bundesregierung mehrmals dazu aufgefordert, die Gebotshöchstwerte in Auktionen anzuheben.

Der Branchenverband des Solarenergie-Sektors empfiehlt der Bundesregierung dringend, die Marktbarrieren zu beseitigen und die Investitionsbedingungen zu verbessern, um den Solarenergie-Ausbau zu erhöhen. Ohne entsprechende Maßnahmen wäre eine erhöhte Investition in den Bereich trotz des großen Interesses unter gewerblichen Investoren unwahrscheinlich. Unangemessene Restriktionen im Bau-, Planungs-, Energie- und Steuerrecht würden den Fortschritt der Energiewende und Klimaschutzpläne der Bundesregierung ernsthaft gefährden, da die jährliche Photovoltaikproduktion auf mindestens 22 GW erhöht werden soll, was einer Verdreifachung der 7,5 GW von letztem Jahr entspricht.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW, appelliert: „Um die Energiewende zu einem vollwertigen und erfolgreichen Motor zu machen, müssen die kostenintensiven und zeitaufwendigen Planungsprozesse verkürzt und vereinfacht, sowie Blockaden in Bezug auf Grund- und Erbschaftssteuer beseitigt werden, damit die unmittelbare Versorgung mit regionaler Solar-Energie möglichst unbürokratisch gestaltet werden kann. Die Schnelligkeit, mit der die Bundesregierung in den letzten Wochen neue Flüssiggasterminals in Betrieb genommen hat, sollte als Vorbild für die Energiewende dienen.“

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