IoT im Gesundheitswesen: 5,52 Milliarden USD Volumen bis 2028

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IoT (das Internet der Dinge) ist ja bereits seit einiger Zeit ein Trend der Digitalisierung. Einer der Hauptreiber dieser Entwicklung ist dabei das Gesundheitswesen. Die wachsende Verfügbarkeit von Highspeed-Internet und die steigende Integrierbarkeit von IoT-fähigen Geräten macht diesen datenintensiven Bereich für die Technik immer empfänglicher.

Wachstumsmarkt IoT

Wurde der Markt für IoT im Medizinbereich 2020 auf 1,14 Milliarden US-Dollar beziffert. So schätzen ihn die Analysten von Emergen Research im Jahr 2028 auf ca. 5, 52 Milliarden. Das würden einen Umsatzanteil von 21 Prozent zwischen 2018 und 2028 bedeuten. Schon heute werden über 640 Millionen IoT-Geräte weltweit medizinisch genutzt, endenz stark steigend.

IoT-Einsatz im Gesundheitswesen

Der Medizin-Markt ist nicht nur weit durchdrungen, sondern auch stark abhängig von Vernetzung. Die verbesserte Versorgung von Patienten und Einrichtungen ist ohne den IOT-Einsatz undenkbar.

IoT-Geräte kommen überall dort zum Einsatz, wo eine Echtzeit-Übertragung hilfreich zur Steigerung von Kontrolle und Effizienz ist. Das kann in der Tele- oder Fernmedizin ebenso sein, wie bei der Überwachung und Wartung von sensiblen Daten und medizinischen Apparaturen.

IoT in der ambulanten Pflege

Aber selbst im Outsourcing von Krankenhauskosten kann IoT hilfreich sein. Große Anteile der häuslichen Versorgung werden schon heute durch Echtzeittechnologien unterstützt. Sturzsensoren in Teppichen oder intelligente Kameras melden hilflose Personen betreuenden Ärzten oder Rettungsdiensten. Auch die Einhaltung von Vereinbarungen bei der Medikamenteneinnahme, von Ernährungsplänen oder Bewegungsvorgaben können so überwacht werden.

Besondere Umsatzstärken werden dabei durch leichte und mobile IoT-Geräte erreicht. Biosensoren, die die Blutzuckerwerte von Patienten überwachen zählen ebenso dazu wie implantierte intelligente Insulinpumpen, Herzschrittmacher oder Defibrillatoren.

IoT in der Prävention

Ein ebenfalls stark wachsender Markt im medizinischen Sektor ist der Bereich der Wearables. Fitnessmesser, Mobilitätstracker und Geräte, die den eigenen Gesundheitsstatus überprüfen finden eine immer weitere Verbreitung. Sollen heute Werte wie der Puls, Blutdruck oder das eigene Schlafverhalten optimiert werden. So planen Entwickler Zahnbürsten, die den Speichel analysieren sollen und Vorrichtungen in Toiletten, die Ausscheidungen auf Krebsvorstufen untersuchen. Von diesem Trend der extern angebrachten Sensoren zur Zukunftsvision der intern implantierten Überprüfungen nicht mehr sehr weit.

IoT-Datenschutz als Wachstumstreiber

Natürlich birgt diese wachsende und vertiefte Vernetzung von hochsensiblen Informationen auch Gefahrenpotential. Der Gesundheitsbereich generiert große Mengen an hochsensiblen Echtzeitdaten. Mit jeder weiteren Kopplung unterschiedlichster Anlagen steigen auch die Möglichkeiten von Schwachstellen im System. Lücken auf die viele Hacker nur warten. Unternehmen in der Gesundheitsbranche sehen es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, die ihnen anvertrauten Kundendaten bestmöglich zu schützen. Daher zeigen sie in den letzten Jahren ein gesteigertes Interesse an einer resistenteren Sicherheitsinfrastruktur. Ein wachsender Markt mit großem Umsatzpotential.

IoT-Angriffsfläche für Hacker

Angriffe mit Ransomware in den medizinischen Einrichtungen häufen sich in den letzten Jahren. Bedenkliche Fälle wie der Ausfall der Notfallmedizin im Düsseldorfer Uniklinikum belegen diese Entwicklung. Verständlich, dass sich die Nachfrage in diesem Bereich in letzter Zeit deutlich erhöht hat. Emergen Research prognostiziert einen weiter steigenden Bedarf an Sicherheitslösungen. Denn mit wachsenden Zugriffsmöglichkeiten auf Patientendaten wachsen auch die Begehrlichkeiten. Gestohlene Datensätze aus elektronisch überwachten Betten und gehackten Gesundheitsakten erzielen schon heute Höchstpreise in Darknet Foren. Dem wollen die datenverarbeitenden Unternehmen dieser kritischen Infrastrukturen verstärkt mit Verschlüsselungslösungen, Cloud- und Netzwerksicherheit, Zugriffsmanagement und anderen Schutzmaßnahmen begegnen

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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