Bundesweite B-Städte im Aufwärtstrend

Die deutsche Immobilienwirtschaft gliedert bundesweite Immobilienstandorte in die A-, die B- und die C-Städte. Wie dieses Ranking vermuten lässt, reicht das Spektrum von den Metropolen und Millionenstädten in der A-Kategorie bis hin zu C-Städten, die weniger von sich selbst als von ihrer Lage in einer Metropolregion oder in einem wirtschaftlichen Ballungsgebiet profitieren.

B-Städte im Aufwärtstrend: wieso?

Die Deutsche Hypothekenbank AG, kurz und griffig Deutsche Hypo genannt mit Sitz in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, hat aktuell eine Studie über die bundesweit attraktivsten B-Städte erstellt. Sie wurde von Andreas Pohl, dem Vorsitzenden und Sprecher des Vorstandes kürzlich vorgestellt.

Zu den reichlich ein Dutzend B-Städten gehören in alphabetischer Reihenfolge Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Essen, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Mannheim, Münster und Nürnberg sowie die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Unter denen wiederum sind nach Feststellung von Pohl Dortmund, Hannover, Leipzig, Karlsruhe, Münster und Wiesbaden die interessantesten und insofern auch attraktivsten B-Städte. Sie alle sind Großstädte mit mehreren hunderttrausend Einwohnern sowie mit einem bedeutenden Potential in den beiden Immobilienbereichen Büro und Einzelhandel.

Während sich in den A-Städten wie den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln sowie Frankfurt, Stuttgart und der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf der Engpass bei den Angeboten unvermindert ausweitet und die Renditen unter Druck hält, ist die Situation bei diesen genannten B-Städten deutlich positiver. Ein unübersehbares Plus für die lukrativsten B-Städte sei deren größere Preisstabilität gegenüber den A-Städten, so Pohl. Dieser Trend werde sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Mit einem zunehmenden Ausweichen für Immobilieninvestitionen in B-Städte wie beispielsweise Münster und Leipzig sei zu rechnen.

In dieser Studie der Deutschen Hypo wird jede einzelne der B-Städte analysiert, sozusagen auf Herz und Nieren geprüft. Die Studie gibt auch Auskunft darüber, welche der B-Städte die zurzeit besten Wachstumsaussichten verzeichnen, und in welcher Phase des Immobilienzyklus sich die jeweilige B-Stadt aktuell befindet. Für viele Investoren würden schon heute B-Städte mit ihrem Wachstumspotential deutlich interessanter sein als die eher gesättigten A-Städte mit ihrem harten, vielfach auch internationalen Preiskampf. Der habe die B-Städte – zumindest bisher – noch nicht erreicht.


Bildnachweis: © unsplash.com – Joey Kyber

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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