GICON-Analysen liefern digitales Fundament für Investitionsentscheidungen nach Förderende dauerhaft

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Die Kooperation zwischen ThEGA und GICON sichert die Zukunft von rund fünfzig landwirtschaftlichen Biogasanlagen in Thüringen nach dem Auslaufen der EEG-Förderung. Innerhalb von zwei Jahren entwickeln Experten Strategien für flexible Strom- und Wärmeerzeugung, Eigenstromversorgung, Energieeffizienz und Biomethaneinspeisung. Ein priorisierter Maßnahmenplan dient als Entscheidungsgrundlage für Betreiber. Als erste Best-Practice-Anwendung wird noch in diesem Jahr eine Pilotanlage in Betrieb genommen, um die vorgestellten Konzepte praxisnah zu verproben und regionale Wertschöpfung zu stärken.

Technische Modernisierung und Flexibilisierung stehen im Mittelpunkt der Beratung

Innerhalb eines zweijährigen Projekts unterstützt GICON auf Initiative der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur circa fünfzig Biogasanlagen in Thüringen bei der Entwicklung nachhaltiger Betriebsstrategien nach dem Auslaufen der EEG-Förderung. Noch in diesem Jahr erfolgt eine umfassende Prüfung einer Musteranlage als Basis für technische Empfehlungen und wirtschaftliche Szenarien. Im Fokus stehen Flexibilisierung, Eigenstromerzeugung, Wärmebereitstellung und Biomethaneinspeisung. Die erarbeiteten Konzepte fließen in einen detaillierten Maßnahmenkatalog ein, der Betreibern als Investitionsleitfaden und Entscheidungsgrundlage dient.

ThEGA-Beratung liefert dreistufige, optimale Konzepte für Biogasanlagen nach EEG-Förderende

Die anstehende Ausphasung der EEG-Vergütungen für landwirtschaftliche Biogasanlagen in Thüringen stellt Betreiber vor die strategische Herausforderung, ihre Anlagen ohne staatliche Abnahmegarantien wirtschaftlich fortzuführen. Fehlen passgenaue Modernisierungsvorhaben, drohen Stilllegungen und Einbußen bei regionaler Wertschöpfung, CO2-Emissionen und Energieautarkie. Das Thüringer Umweltministerium in Kooperation mit der ThEGA bietet kostenfreie Analyse- und Umsetzungsberatungen an, die dynamische Flexibilisierung, individuelle Eigenstromkonzepte, dezentrale Wärmenetze und marktnahe Biomethanvermarktung umfassen, um die Energieversorgung langfristig zu stärken.

Anmeldefrist startet jetzt: kostenlose Registrierung für Thüringer auslaufende Biogasanlagenbetreiber

Betreiber in Thüringen, deren Biogasanlagen innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre aus der EEG-Förderung fallen, können sich kostenfrei registrieren. Das Thüringer Umweltministerium lädt sie gezielt zur Teilnahme ein und bietet umfassende, kostenlose Beratungen an. Im Mittelpunkt stehen Anlagen mit landwirtschaftlichen Substraten, Reststoffen und Biomethan, da Thüringen bundesweit den höchsten Gülleanteil verzeichnet. Dieses Angebot erleichtert den Betreibern den Übergang zu zukunftsfähigen Betriebsmodellen und fördert langfristige Energieversorgung.

Diskussion auf Biogas-Fachtagung: Politik, Verwaltung und Betreiber im Dialog

Zwei Mitarbeiter aus dem Bioenergie-Team von GICON nahmen im November an der 63. Biogas-Fachtagung teil, um mit Anlagenbetreibern aktuelle Vorgaben von Politik und Verwaltung zu erörtern. Dabei wurden praxisnahe Strategien für mehr Flexibilität, Eigenstromnutzung und Biomethan-Einspeisung vorgestellt. Jörg Hiecke betonte die Wichtigkeit präziser Handlungsempfehlungen. Die umfassende Expertise aus tausenden Projekten ermöglichte es, fundiertes Vertrauen zu schaffen sowie dauerhaft wertvolle und erfolgreiche Kooperationen mit Fachverband Biogas, Thüringer Bauernverband und Landesministerium aufzubauen.

Drei Beratungsetappen von GICON sichern fundierte Betreiberinvestitionen nach EEG-Auslauf

Die GICON-Beratung ruht auf drei fundierten und transparenten Säulen. In der ersten Säule erfolgt eine detaillierte Datenerfassung und Vor-Ort-Begehung, um bauliche Zustände, sämtliche relevanten technischen Leistungskriterien, Substratpotenziale und Standortfaktoren zu erfassen. Die zweite Säule umfasst die Analyse aller verfügbaren Weiterbetriebswege, darunter EEG-Ausschreibungen, flexible Strom- und Wärmebereitstellung, Eigenstromverbrauch, Effizienzmaßnahmen sowie Biomethaneinspeisung oder Stilllegung. Die dritte Säule liefert eine digitale Dokumentation mit priorisiertem Maßnahmenkatalog, der ThEGA und Betreiber als umfangreiches Investitionsgut dient.

Datenbasierte Analysen unterstützen langfristige Energieeffizienz und Biomethanstrategien in Thüringen

Die intensiven Projektanalysen versorgen das Thüringer Umweltministerium mit aussagekräftigen Kennzahlen zur Optimierung der regionalen Biogaslandschaft. Betreiber können diese Zahlen nutzen, um Projekte zur Flexibilisierung der Stromproduktion, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Einspeisung von Biomethanpassungen zielgerichtet umzusetzen. Durch die transparente Darstellung der Wirtschaftlichkeit lassen sich Investitionsrisiken minimieren. Damit sichert die Branche ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit und festigt ihre Rolle als zentraler Energielieferant im ländlichen Raum.

ThEGA und GICON bieten kostenfreies Programm für landwirtschaftliche Biogasanlagenbetreiber

Die Umsetzung des Projekts startet noch in diesem Jahr mit einer ersten Musteranlage, die als Praxisbeispiel für Thüringer Biogasanlagen dient. Im zweijährigen Projektverlauf erarbeiten GICON und ThEGA kostenfrei Konzepte zur Fortführung nach Auslaufen der EEG-Förderung. Hierzu gehören technische Modernisierung, Optimierung der Flexibilität, Eigenstromnutzung und Biomethan-Einspeisung. Die dreistufige Vorgehensweise umfasst Datenerhebung, Optionsanalyse und digitale Dokumentation. Betreiber erhalten damit eine fundierte Grundlage für Investitionen, die regionale Wertschöpfung, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit langfristig sichern.

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