ETF USA: Investitionen, Chancen, Prognosen

Welche Vorteile besitzen ETF auf USA? Welche Indizes und ETFs existieren auf dem amerikanischen Markt? Und in welche sollten Sie derzeit investieren? Antworten auf all diese Fragen bekommen Sie im Folgenden!

Was ist unter einem ETF auf die USA genau zu verstehen?

Bei einem ETF (Exchange Traded Funds) handelt es sich um einen börsengehandelten Indexfonds. ETFs werden als Indexfonds bezeichnet, da sie die Wertentwicklung eines Index abbilden. Indexfonds fungieren demnach als Marktbarometer, in welche es sich je nach Kurs zu investieren lohnt.

Als Anleger in einem Indexfonds haben Sie stets den Vorteil auf Ihrer Seite, genau darüber Bescheid zu wissen, in was Sie gerade investieren. Denn die Zusammenstellung des jeweiligen Index wird immer bekannt gegeben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) enthält beispielsweise die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Ein ETF auf die USA bildet also die Kursverläufe einer gewissen Gruppe von amerikanischen Unternehmen ab.

Die Besonderheiten und Vorteile eines ETFs

Im Gegensatz zu klassischen Fonds werden die Anteile eines ETFs in der Regel nicht über eine Investmentgesellschaft gehandelt. Stattdessen werden sie dem Handel über die Wertpapierbörse zugeführt. Darüber hinaus wird ein ETF nicht aktiv von einem Management verwaltet, sondern bildet meistens passiv einen Index ab. Mithilfe eines ETFs können sie in ganze Märkte investieren. Es gibt sie in fast sämtlichen Anlageklassen. Von Indexfonds auf Aktienmärkten, wie dem amerikanischen S&P 500 Index, über Indexfonds im Zusammenhang mit Rohstoffen, Devisen und Anleihen, bis hin zu speziellen Fonds, existieren ETFs überall. Daher bieten sie sich hervorragend als private Geldanlage an. Privatanleger können sie im Rahmen von abgestimmten ETF Sparplänen erwerben.

Sehen Sie nun die Vorzüge von ETFs noch einmal auf einen Blick:

  • auch für Privatanleger kostengünstig zu erwerben
  • ein breit gefächertes Angebot an Investitionsmöglichkeiten
  • eine hohe Transparenz
  • flexible Optionen und Austauschbarkeit
  • Insolvenzschutz: Fondsvermögen wird als Sondervermögen gehalten
Welche Vorteile besitzen ETF auf USA? Welche Indizes und ETFs existieren auf dem amerikanischen Markt? Und in welche sollten Sie derzeit investieren? (#01)

Welche Vorteile besitzen ETF auf USA? Welche Indizes und ETFs existieren auf dem amerikanischen Markt? Und in welche sollten Sie derzeit investieren? (#01)

ETF auf die USA: Welche ETFs stehen Ihnen auf dem amerikanischen Markt als Investitionsgrundlage zur Verfügung?

Wenn Sie demnächst vorhaben sollten etwaige Investitionen in den amerikanischen Aktienmarkt zu tätigen, dann empfiehlt es sich, diese über einen breiten Marktindex abzuwickeln. Ein ETF USA ist dementsprechend dafür prädestiniert. Für ein Investment stehen Ihnen zum Beispiel jene fünf wichtigen Indizes mit 30 ETFs zur Auswahl. Zu den begehrtesten Aktienindizes zählen dabei der Dow Jones Industrial Average Index und der S&P 500 Index. Nun folgt ein Überblick über Ihre Investitionsmöglichkeiten:

  • S&P 500 Index mit 13 ETFs
  • MSCI USA Index mit 11 ETFs
  • Dow Jones Industrial Average Index mit 4 ETFs
  • Russell 3000 Index mit einem ETF
  • MSCI USA Large Cap Index mit einem ETF

ETF USA: Der S&P 500 Index

Im S&P 500 Index (Standard & Poor’s 500) werden die Aktien der 500 größten US-amerikanischen Unternehmen an der Börse zusammengefasst und gehandelt. Gesichtet werden sie nach der jeweiligen Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung entspricht dem Börsenwert eines börsennotierten Unternehmens. Sie ist das Resultat einer Multiplikation von aktuellem Aktienkurs und der gesamten Aktienanzahl. Der S&P 500 Index gehört zu den beliebtesten Indizes, da er sich aus einem vielseitigen Aktienangebot zusammensetzt, in dem alle führenden Industriebereiche des US-amerikanischen Marktes vertreten sind. Es lohnt sich folglich in jenen Index zu investieren, wenn Sie Ihr Augenmerk auf eine breite Streuung legen möchten und das Investitionsrisiko auf 500 Aktien aus diversen Branchen verteilen wollen.

Video: ETF kompakt: In den USA steigen die Zinsen – jetzt ETFs darauf

ETF USA: Der Dow Jones Industrial Average Index

Der ″Dow Jones″ existiert seit 1896 und beinhaltet 30 Aktien der größten US-Unternehmen. Seine Gewichtung erfolgt nicht nach der Marktkapitalisierung, sondern nach Preisen. Der ″Dow Jones″ wird von Börsen-Experten kritisch betrachtet. Zum einen gilt dessen Berechnungsmethode als veraltet. Zum anderen repräsentiert er häufig nicht den Grundkurs der amerikanischen Aktienmärkte. Denn bedingt durch die geringe Anzahl von 30 Aktien sind in ihm nur wenige Branchen vertreten.

ETF USA: Die Indizes MSCI USA, MSCI USA Large Cap und Russell 3000

Bei dem Index MSCI USA handelt es sich um einen Aktienindex, der mit mehr als 600 US-amerikanischen Unternehmen etwa 85% der US-Marktkapitalisierung widerspiegelt. Der MSCI USA Large Cap Index zählt ebenfalls zu dem in New York City ansässigen Finanzdienstleister MSCI Inc.. Er soll die Kursentwicklung der Aktien im Large Cap-Segment des US-Marktes abbilden. In den Large Cap-Bereich fallen diejenigen Unternehmen, deren Börsenwerte sich zwischen 10 und 200 Milliarden US-$ bewegen. Der Russell 3000 Index besteht aus den Aktiengesellschaften der Indizes Russell 1000 und Russell 2000. Er verkörpert einen der größten Aktienindizes auf der Welt. In ihm befinden sich insgesamt jene 3000 Unternehmen, welche die höchste Marktkapitalisierung in den USA vorweisen können.

ETFs auf die USA liegen im Trend am Markt

Der Nachrichtendienst Bloomberg gibt an, dass die Gesamtzahl der Markt-Indizes (ETFs) nun zum ersten Mal die Anzahl der in den USA notierten Aktien übersteigt. Ein Grund für den Anstieg ist die hohe Nachfrage der Anleger nach billigen Indexfonds. Laut einer aktuellen Statistik von Bloomberg werden in der derzeitigen Börsenwelt mehr als 5.000 Indizes gehandelt. Im Zeitraum von 2010 bis 2012 stieg ihre Anzahl auf 1.000 an. 2016 waren es dann bereits fünfmal so viele. Der Markttrend verläuft also in eine eindeutige Richtung. Gleichzeitig mit dem Anstieg der Inventionen in Indizes sank die Anzahl der Aktienunternehmen mit Börsennotierung von mehr als 7.000 im Jahr 1995 auf gegenwärtig unter 5.000. Das bedeutet: Wer heute in ETFs (nicht nur in ETFs auf die USA) investiert, liegt voll
im Trend.

Video: ETF-Sparplan: Mit kleinen Schritten zum großen Erfolg?!

Eine ETF auf die USA Empfehlung: Investieren Sie in den Russell 2000-Index

Laut einem Bericht des Extra Magazins vom 05. Juni 2017 sollten Sie demnächst wieder in den auf kleinere und mittlere Unternehmen spezialisierten Russell 2000-Index investieren. In letzter Zeit stagnierte der Index, aufgrund der bisher ausbleibenden Unternehmenssteuerreformen sowie Infrastrukturprojekte, welche US-Präsident Donald Trump zu Beginn seiner Amtszeit verlauten ließ. Die poltischen Eskapaden von Trump taten ihr übriges dazu. Nach Auffassung von mehreren Experten sollten Anleger die sogenannten Small Caps aber nicht aus dem Blick verlieren, so also die ETF USA Empfehlung.

Denn langfristig könnte es sich wieder lohnen jene als Teil eines umfassenden Aktienpakets zu behalten. Als Small Caps werden kleinere Unternehmen betitelt, deren Börsenwert sich zwischen 300 Millionen und 2 Milliarden US-$ bewegt. Die Experten führen vor allem zwei Gründe für eine positive Entwicklung des Index an: Einerseits würde die Möglichkeit bestehen, dass die in den USA steigenden Zinsen die Small Caps positiv beeinflussen können. Andererseits habe es sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass Small Caps von Fusionen und Übernahmen profitieren. Diese seien im ersten Quartal 2017 stark in den USA angestiegen.

Eine ETF USA Empfehlung: Investieren Sie in den Technologie-Index Nasdaq 100

Ein bedeutsamer Sektor-Index der USA für langfristige Investitionen ist ohne Zweifel der NASDAQ-100-Index. Er besitzt den größten Bekanntheitsgrad unter den Indizes der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ. In diesem Index werden die 100 Aktien mit der höchsten Marktkapitalisierung gelistet, die aktuell nicht im NASDAQ vertreten sind. Die Technologiebranche zählt in den USA zu den wertvollsten Wirtschaftszweigen. Für Sie als Anleger bedeutet dies, dass es stets ein aussichtsreiches Unterfangen ist, in die Technologieunternehmen, mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley, zu investieren. Weitere Branchen, die Rendite versprechen, sind zum Beispiel in den Bereichen Energie und Infrastruktur zu entdecken.

Bei einem ETF USA muss mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) zwischen 0,05% und 0,51% pro Jahr gerechnet werden. (#02)

Bei einem ETF USA muss mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) zwischen 0,05% und 0,51% pro Jahr gerechnet werden. (#02)

Welche Kosten spielen im Zusammenhang mit einem ETF USA eine Rolle?

Bei einem ETF USA muss mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) zwischen 0,05% und 0,51% pro Jahr gerechnet werden. Diese Quote gibt die Summe der Kosten und Gebühren eines Fonds an. Das geschieht in Form eines Prozentsatz gemessen am durchschnittlichen Fondsvermögens innerhalb eines Geschäftsjahres. Da Indexfonds keines aktiven Fondsmanagements bedürfen, können Sie als ETF-Anleger sich die Gebühren dafür einsparen. Die Zusammenstellung eines ETFs wird schließlich durch den Referenzindex festgelegt. ETF US Banken verlangen allerdings Depot-, Handels- und Verwaltungsgebühren.

ETFs auf die USA: Die Depotgebühren

Bei Depotgebühren handelt es sich um einen festgeschriebenen Betrag, den Sie als Anleger für die Nutzung eines Depots an die Bank zahlen müssen. Der Kostenpunkt ″Depotgebühr″ lässt sich bisweilen umgehen, wenn Sie Ihr Anlagedepot bei einem modernen Anbieter führen. Viele ETF US Banken und Händler erlassen Ihnen heutzutage nämlich den jährlichen Pauschalbetrag oder verbinden dessen Höhe mit dem zu verwaltenden Geldbetrag.

ETF auf die USA: Handels- und Verwaltungsgebühren

Die Höhe der Verwaltungsgebühren für ein ETF ist je nach Branche und Land sehr verschieden. Die durchschnittliche Gebühr pendelt dabei zwischen 0 und 1%. Besonders liquide ETFs haben eine Gebühr von nahezu 0%, während ETFs auf schwierigen Märkten eine Gebühr von bis zu 1% nach sich ziehen können.

Neben den Verwaltungsgebühren stellen die Ordergebühren einen weiteren Kostenfaktor dar. Diese werden bei jeder Transaktion fällig. Sie als Anleger müssen sowohl an die Depotbank als auch an die Börse Ordergebühren bezahlen. Denn diese bieten Ihnen erst die jeweilige Plattform für den Handel mit ETFs. Im Detail müssen Sie an Ihre Bank für jede Transaktion entweder eine fixe Transaktionsgebühr zahlen oder es entstehen stattdessen Kosten in Höhe eines prozentualen Anteils am Ordervolumen. Für den Kauf oder Verkauf von ETFs an der Börse wird eine Börsengebühr fällig.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: KayRay_-#01: KayRay_-#02: Mattz90 _

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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