Börse Indien: Darum lohnt es sich, hier zu investieren!

Die Vergangenheit zeigt, dass an der Börse Indien besonders auffällig war: Lange Zeit gab es in 2016 ein Hoch, danach ging die Berg- und Talfahrt los. Dennoch lohnen sich hier Investitionen.

Börse Indien: Gute Aussichten garantiert

Experten gehen davon aus, dass es sich lohnt, an der Börse Indien zu beobachten. Die Aussichten auf eine gute Rendite sind dort mittel- bis langfristig gesehen einfach besser als in anderen asiatischen Märkten, meinen verschiedene Strategen. Chinas Wirtschaft boomt zwar immer noch, dennoch holt Indien auf und die Chance auf Gewinne aus Aktien und Fonds wird für die nächsten fünf Jahre in Indien deutlich höher eingeschätzt.

Manche Finanzfachleute sehen in Indien sogar den zukünftig lukrativsten Markt der gesamten Schwellenländer – und das mit Abstand! Lediglich die Angst vor der Inflation könnte den Sensex einbrechen lassen, doch dies ist nur der Worst Case und insgesamt eher unwahrscheinlich. So kommt es, dass das Investieren in Indien durchweg empfohlen werden kann.

Zu den Begrifflichkeiten:

  • Sensex 30
    Dieser Index ist für alle wichtig, die an der Börse Indien beobachten. Gelistet ist der Index an der Bombay Stock Exchange und zeigt Tendenzen auf dem Aktienmarkt des Landes. Dargestellt wird er durch die 30 größten Unternehmen, die insgesamt drei Viertel der Kapitalisierung des Marktes in Indien vereinigen. Die wichtigsten Branchen, in die Anleger investieren, sind Erdöl und Erdgas, Finanzen, Maschinenbau, Stahl und Informationssysteme.
  • Nifty-Index
    Dieser umfasst insgesamt 50 Unternehmen und korreliert als Börsenbarometer zum DBIX India Index.
  • DBIX India
    Der Index wurde in 2006 durch die Deutsche Börse eingeführt, wobei dies eine Kooperation mit Goldman Sachs als Investmentbank darstellte. Gelistet sind hier 25 Unternehmen, die handelbare Aktienzertifikate herausgeben und die an den Börsen von London und New York gehandelt werden.
Angesichts der Tatsache, dass der Aktienmarkt des Landes vor allem durch Unternehmen dominiert wird, die im Dienstleistungsbereich tätig sind, verwundert es nicht, dass an der Börse Indien als „Büro der Welt“ bezeichnet wird. (#01)

Angesichts der Tatsache, dass der Aktienmarkt des Landes vor allem durch Unternehmen dominiert wird, die im Dienstleistungsbereich tätig sind, verwundert es nicht, dass an der Börse Indien als „Büro der Welt“ bezeichnet wird. (#01)

Börse Indien: Land als Büro?

Angesichts der Tatsache, dass der Aktienmarkt des Landes vor allem durch Unternehmen dominiert wird, die im Dienstleistungsbereich tätig sind, verwundert es nicht, dass an der Börse Indien als „Büro der Welt“ bezeichnet wird. Hier gilt China als Werkstatt und Russland wird gern als Rohstofflager bezeichnet. Dann gibt es noch die Plantage, die durch Brasilien dargestellt wird. Insgesamt gibt es in Indien 23 regionale Börsen, damit gilt das Land in dieser Beziehung als sehr weit entwickelt.

Gerade die Konzentration auf den Dienstleistungsbereich, so scheint es, führt Indien zum Erfolg und die Aktienmärkte zum Gewinn. Dabei sind vor allem langfristig orientierte Anleger im Vorteil, sie werden von den überdurchschnittlich hohen Renditen profitieren. Davon gehen zumindest die Experten der Börsen aus. Im Vergleich zum übrigen Asien sind die Bewertungen besser, was durchaus als gerechtfertigt gesehen werden kann.

Es wird sogar davon ausgegangen, dass Renditen zwischen 15 und 20 Prozent im Jahr möglich sind, wobei die Wertsteigerungen für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren gerechnet sind. Vorreiter sollen Unternehmen sein, die dank der rückständigen Infrastruktur des Landes eine gute Entwicklung durchlaufen können. Gemeint sind hier unter anderem Hersteller von Stahl und Zement oder auch Firmen aus der Baubranche. Zulieferer für die Automobilindustrie sowie Pharmakonzerne werden ebenfalls als Gewinner hervorgehen, dazu kommt der gesamte IT-Bereich.

Vor allem dann, wenn sich die Konjunktur in den USA abschwächt, wird der Druck zum Outsourcing immer größer. Das wiederum stellt eine Chance für Unternehmen in Indien dar, was sich positiv zeigen wird, wenn Anleger die Entwicklungen und darauf folgend an der Börse Indien und das Wachstum beobachten.

Video: Indien attraktiv für Investoren | Wirtschaft

Börse Indien: Wie investieren?

Experten raten dazu, besser in Fonds zu investieren, denn die Geldanlage ist hier deutlich sicherer und mit größerer Rendite möglich. Insgesamt wird zudem eine eher defensive Strategie empfohlen, denn es wird befürchtet, dass die Kurse am Ende des Jahres niedriger als zu Beginn liegen werden. Strategen bevorzugen meist hohe und liquide Werte, die eine gute Dividende bringen und bei denen sich das Wachstum möglichst vorab einschätzen bzw. voraussagen lässt.

Börse Indien: Ständiges Auf und Ab

Nachdem zu beobachten war, dass an der Börse Indien aufholte und in 2016 scheinbar der absolute Überflieger war, waren alle erschrocken, als sich das Wachstum in 2017 wieder abschwächte. Schnell kam die Frage auf, was denn hier schiefgelaufen sein.

Dabei war gar nichts falsch, denn zahlreiche Reformen in Wirtschaft und Politik hatten zu den geringeren Wachstumsraten geführt. Dabei sollten Anleger beachten, dass es bei allen Großreformen derart verläuft: Kurz- und mittelfristig kommt es zu Problemen und Verlusten, langfristig gesehen läuft es hingegen richtig gut. Viele kleine Unternehmen mussten nach der Reform der Umsatzsteuer kämpfen, weil sie erstmals eine digitale Steuererklärung abgeben mussten. Wer ohne Computer und IT-Netzwerk agiert hatte, sah nun alt aus.

Außerdem wirkte in 2017 die Währungsreform nach, bei der über drei Viertel des Bargelds, welches sich damals im Umlauf befand, wertlos geworden war. Diese einzelnen Punkte stellen Einflussgrößen dar, sind aber kein Grund zur Sorge in Bezug auf Renditen oder Investitionen.

Ein wirkliches Problem besteht aber tatsächlich: Die Banken in Indien haben Schwierigkeiten mit den Krediten.

Ein wirkliches Problem besteht aber tatsächlich: Die Banken in Indien haben Schwierigkeiten mit den Krediten.(#02)

Alles okay?

Ein wirkliches Problem besteht aber tatsächlich: Die Banken in Indien haben Schwierigkeiten mit den Krediten. Der Grund: Es gibt eine Vielzahl fauler Kredite, durch die sich die Banken arbeiten müssen, was wiederum mit Verlusten einhergeht. Schlechte Schuldner können Banken Probleme machen, wie auch die Axis Bank erfahren musste, die die drittgrößte Privatbank des Landes ist.

Des Weiteren leidet der IT-Sektor, der als traditionell wichtig in Indien gilt. Die USA und ihre neue Visumspolitik machen es allen Beteiligten schwer: Bisher wurden IT-Fachleute aus Indien in die USA entsendet. Diese wurden gern beschäftigt, kosteten sie doch viel weniger als ihre amerikanischen Kollegen. Das ist nun nicht mehr möglich und schon stehen die Unternehmen Indiens aus diesem Sektor vor Problemen.

Dennoch sehen Experten keinen Grund zur Sorge und empfehlen die Investition in Indien und das Anlegen in Aktien an der Börse in Indien mit Nachdruck. Immerhin befindet sich Indien auf dem 40. von 137 Plätzen bei der Wettbewerbsfähigkeit. Dorthin setzten das World Economic Forum dieses Land, dem für 2018 vom IWF ein Wachstum von 7,4 Prozent vorausgesagt worden ist. Damit steht Indien ein solider Kurs bevor, der Anleger freuen dürfte. Tipp: Schwache Börsentage können beruhigt für Nachkäufe genutzt werden!


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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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