THURINGIA erhöht Gewinn und Dividende
Die Beitragseinnahmen sind brutto im Gesamtgeschäft um 15,3 Mio DM auf 1.081,4 Mio DM gestiegen. Damit konnte nach dem starken Prämienzuwachs des Vorjahres von 5,5 % auch in 1997 ein weiterer Anstieg der Beitragseinnahmen um 1,4 % erzielt werden.
Im selbst abgeschlossenen Geschäft ist die Beitragseinnahme um 2,6 % gesunken. Diese Entwicklung ist im wesentlichen auf den anhaltend hohen Konkurrenzdruck in den Kraftfahrtversicherungs-Sparten, die rund 50 % der Beitragseinnahmen ausmachen, zurückzuführen. Eine Steigerung der Beitragseinnahme kann hingegen in den Sach-Versicherungszweigen verzeichnet werden, zurückzuführen insbesondere auf einen deutlichen Zuwachs des Neugeschäfts im Zweig Verbundene Wohngebäude um 5,3 %. Während sich in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung die Prämieneinnahme auf Vorjahresniveau hielt, konnte das Beitragswachstum in der Allgemeinen Unfallversicherung um 2,7 % gesteigert werden.
Schaden
Im Schadenverlauf des direkten Geschäfts hat sich die besonders geringe Belastung des Vorjahres nicht fortgesetzt. Die Geschäftsjahres-Schadenquote über alle Versicherungszweige hinweg ist von 74,5 % auf 79,6 % gestiegen und bewegt sich damit in der Langzeitbetrachtung wieder auf normalem Niveau. Verbesserungen der Schadenquote zeigen sich in den Versicherungszweigen Einbruchdiebstahl und Fahrzeugteilversicherung. In der vom Umfang her bedeutsamen Kraftfahrtversicherung beruhen die dort zu verzeichnenden höheren Schadenquoten allerdings im wesentlichen auf den geringeren Beitragseinnahmen in diesen Sparten. Eine kräftige Steigerung der Schadenbelastung zeigt sich dagegen in den Versicherungszweigen Leitungswasser, Verbundene Wohngebäudeversicherung und Technische Versicherungen.
Kosten
Auch im Geschäftsjahr 1997 hat die Gesellschaft ihre Maßnahmen zur Senkung der Kosten fortgeführt. Dies insbesondere hat dazu geführt, daß die absolute Kostenbelastung im direkten Geschäft nahezu unverändert blieb. Aufgrund des Prämienrückgangs ist allerdings eine Erhöhung der Kostenquote um 0,8 % auf 30,6 % auszuweisen. Die Gesellschaft erwartet aus den von ihr 1997 eingeleiteten Strukturmaßnahmen einen spürbaren Entlastungseffekt ab 1999.
Indirektes Geschäft
Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft ist mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10,9 % über den Erwartungen gewachsen. Sein Anteil am Gesamtgeschäft beträgt nunmehr 32,6 %.
Versicherungstechnischer Gewinn
Das gesamte Versicherungsgeschäft schließt vor Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen nach einem Gewinn im Vorjahr von 42,0 Mio DM für das Jahr 1997 mit einem Gewinn von 19,5 Mio DM. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen von 5,1 Mio DM (Vorjahr 31,7 Mio DM) ergibt sich ein Gewinn von 14,4 Mio DM nach 10,3 Mio DM im Vorjahr. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen haben per 31.12.1997 einen Stand von 142,4 Mio DM erreicht, die Schadenrückstellungen betragen 213 % der Schadenzahlungen.
Allgemeines (Finanz-)Geschäft
Der Gewinn im allgemeinen (Finanz-)Geschäft vor gewinnabhängigen Steuern ist kräftig um 37,2 Mio DM gestiegen. Ursächlich dafür sind eine Steigerung der laufenden Erträge aus Kapitalanlagen um 9,5 %, davon 3,8 Mio DM höhere Dividendenerträge aus verstärktem Engagement im Aktienbereich, sowie höhere Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen von 31,5 Mio DM (Vorjahr 16,9 Mio DM).
Insgesamt verbleibt nach Abzug der Steuern ein Jahresüberschuß von 41,8 Mio DM (Vorjahr 27,8 Mio DM), aus dem sich nach der vorgeschriebenen Bereinigung aller Sondereinflüsse ein Ergebnis je Aktie von 49,24 DM (einschließlich Steuergutschrift) errechnet. Dieses Ergebnis machte es möglich, den anderen Gewinnrücklagen einen Betrag von 12,5 Mio DM (Vorjahr ebenfalls 12,5 Mio DM) zuzuführen, wodurch das Eigenkapital ohne den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres von 212,8 Mio DM am Ende des Vorjahres auf 225,3 Mio DM steigt. Damit sind 32,0 % der Beitragseinnahme für eigene Rechnung bedeckt. Zusätzlich konnte der Hauptversammlung von Aufsichtsrat und Vorstand vorgeschlagen werden, an die Aktionäre je Aktie à nominal 50,00 DM eine zum Vorjahr von 12,50 DM auf 15,00 DM angehobene Dividende sowie einen Bonus von 5,00 DM je Aktie zu vergüten. Darüber hinaus wurde der Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 14,64 Mio DM durch Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 5:1 vorgeschlagen.
Ausblick 1998
In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 1998 sind die Beitragseinnahmen im selbstabgeschlossenen Versicherungsgeschäft wieder leicht gestiegen (Vorjahr Rückgang um 0,8 %). Hier zeichnet sich aufgrund der von der Gesellschaft ergriffenen Vertriebs- und Bestandssicherungsmaßnahmen bei unverändert hartem Wettbewerb eine Trendwende ab. Die Brutto-Schadenbelastung ist gegenüber dem Vorjahr um 0,4 %-Punkte gesunken. Die Kostenbelastung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %-Punkte gestiegen, was auf die Investitionen für die zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ergriffenen Strukturprojekte zurückzuführen ist.
Vorstandsvorsitzender Norbert Müller zeigte sich zuversichtlich, daß die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 1998 wieder ein Ergebnis erwirtschaften wird, das die Ausschüttung einer angemessenen Dividende und eine weitere Verstärkung des Eigenkapitals ermöglicht. Er betonte, daß die Gesellschaft mit dem durch bewährte Reservierungspolitik geschaffenen Fundament und den zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung eingeleiteten Strukturprojekten für die Zukunft gut gerüstet ist.
Die vorgeschlagene Dividende von 15,00 DM plus Bonus von 5,00 DM je Aktie sowie die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 5:1 wurde von der Hauptversammlung beschlossen. Mit der Ausgabe der Gratisaktien ist ab September zu rechnen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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