Neuausrichtung der FAW entschieden

12.10.2009 | Weinheim
Langfristiges Konzept wird umgesetzt

Seit Juni diesen Jahres arbeitet die Freudenberg Anlagen- und Werkzeugtechnik GmbH (FAW) an der strategischen Neuausrichtung ihres Geschäftes. Am vergangenen Freitag hat sich das Eigentümergremium der FAW nach sorgfältiger Prüfung aller Fakten für ein langfristiges Konzept entschieden. Mit diesem Konzept soll der Werkzeug- und Anlagenbau zur Herstellung von differenzierenden Produkten in die jeweiligen Freudenberg-Geschäftsgruppen integriert werden. Ziel ist, möglichst viele, idealerweise alle Mitarbeiter in diese Neuausrichtung zu übernehmen.

Durch die Integration in die einzelnen Freudenberg-Teilkonzerne soll die Zusammenarbeit noch effizienter werden. Die FAW arbeitet seit vielen Jahren mit Spezialistenteams für die einzelnen Teilkonzerne. Vor allem der Auftragsabwicklungs- und der Entwicklungsprozess werden künftig durch die direkte Zusammenarbeit einfacher und die Schnittstellen können effizienter und abgestimmter laufen. Damit will Freudenberg die Technologieführerschaft der Unternehmensgruppe auch zukünftig sicherstellen.

Das FAW-Board sieht in dieser Entscheidung die nachhaltig tragfähigste und beste Lösung für die Zukunft der Anlagen- und Werkzeugtechnik und deren Mitarbeiter.

Der Betriebsrat hatte am Freitag kurzfristig ein für Montagmorgen geplantes Gespräch abgesagt, in dem über den Beschluss der Neuausrichtung detailliert informiert werden sollte. Unabhängig von dieser Absage haben ebenfalls am Montagmorgen Vertreter der Eigentümer und der Geschäftsleitung die Entscheidung in einer Mitarbeiterversammlung präsentiert und gleichzeitig einen Ausblick auf die nächsten Schritte des Integrationsprogrammes geben. Danach werden verschiedene Arbeitsgruppen bestehend aus FAW-Mitarbeitern und dem Betriebsrat sowie Mitarbeitern der Freudenberg-Teilkonzerne (Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vibracoustic, Freudenberg Vliesstoffe) einen detaillierten Integrationsplan erarbeiten.

Wesentliches Ziel ist es, möglichst viele, idealerweise alle Mitarbeiter in diese Neuausrichtung zu übernehmen. Mit dieser Zielsetzung werden derzeit auch Handlungsoptionen für den Bereich der externen Geschäfte von FAW geprüft. Dazu gehören neben Gesprächen mit möglichen Kaufinteressenten auch Gespräche mit Interessenten für Management Buy-Out-Lösungen.

Da mit den geplanten Schritten eine Betriebsänderung verbunden ist, werden begleitend zügig Interessenausgleichsverhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen.

Das vom Betriebsrat bevorzugte Konzept, mit dem Ziel einer stärkeren Zentralisierung konnte das Entscheidungsgremium unter langfristigen Gesichtspunkten nicht als tragfähig bewerten, weil damit weder die derzeitigen Schnittstellen mit den Hauptkunden noch die Kostenstrukturen der FAW wesentlich verbessert werden. Zudem entspricht die zentrale Technologiesteuerung nicht der Strategie Freudenbergs, deren Kern seit langem ist, die unternehmerische Verantwortung und damit auch die operative Unabhängigkeit und Flexibilität der Teilkonzerne zu stärken.

Quelle: Pressemeldung Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft

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