Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschlossen
Während es im gesamten Markt zu einem Rückgang der Beitragseinnahmen kam, konnte sich die AMV mit einer Erhöhung der Brutto-Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft um 1,6% auf 2,0 Mrd. DM positiv von der Marktentwicklung abheben. Getragen wurde dieses Wachstum insbesondere von der Unfallversicherung (Beitragsanstieg 4,5%, Markt 3,4%) und der Verbundenen Wohngebäudeversicherung (Beitragsanstieg 8,0%, Markt 6,5%). In der Kraftfahrtversicherung kam es durch den verschärften Wettbewerb und der Einführung neuer Tarife zu einem Beitragsrückgang um 1,4%. Der gesamte Markt mußte hier Einbußen um 4,0% hinnehmen.
Auf der Schadenseite verzeichnete die AMV einen Rückgang der gemeldeten Schadenereignisse um 6,0% bzw. rd. 26.000 Stück. Aufgrund mehrerer Großschäden im Feuer- Betriebsunterbrechungs-Geschäft, Mehraufwendungen für frostbedingte Leitungswasserschäden und durch Vorsorgemaßnahmen in verschiedenen Versicherungszweigen erhöhte sich die Schadenquote des gesamten Versicherungsgeschäfts brutto von 66,0% auf 68,4%.
Die Maßnahmen zur Kostensenkung zeigten weitere Erfolge. Der leichte Anstieg des Brutto-Kostensatzes von 29,2% auf 29,4% war auf eine Erhöhung der Provisionsquote aufgrund des geringeren Anteils der weniger hoch provisionierten Beitragseinnahmen der Kraftfahrzeugsparten am Gesamtbeitragsvolumen zurückzuführen. Die übrigen versicherungstechnischen Kosten gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich im Jahresvergleich um weitere 118 bzw. 3,3% auf 3.486.
Das gesamte versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung ergab einen Verlust 60,5 Mio. DM (Vorjahresverlust 48,3 Mio. DM). Darin berücksichtigt sind die Pflichtzuführungen zur Schwankungsrückstellung, insbesondere in den Kaskosparten, in Höhe von 29,7 Mio. DM (Vorjahreszuführung 79,5 Mio. DM).
Höhere laufende Erträge und ein verbessertes übriges Kapitalanlageergebnis, insbesondere erzielt durch Veräußerungsgewinne aus dem Aktien-Handelsbestand, führten zu einer Steigerung des Nettoergebnisses aus Kapitalanlagen um rund 34 Mio. DM (+ 21,0%) auf 196,3 Mio. DM.
Die AMV erzielte 1996 einen Jahresüberschuß von 47,3 Mio. DM (Vorjahr 47,1 Mio. DM), der es ermöglicht, nach einer Dotierung der Rücklagen in Höhe von 18,0 Mio. DM erneut eine Dividende von 25% auf das durch die Ausgabe von Belegschaftsaktien auf 116,85 Mio. DM erhöhte gezeichnete Kapital zu zahlen.
Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag zu, das derzeitige gezeichnete Kapital im Nennbetrags-Verhältnis von 5 : 1 von 116,85 Mio. DM auf 140,22 Mio. DM durch Umwandlung von im Jahresabschluß ausgewiesenen Kapitalrücklagen in gezeichnetes Kapital zu erhöhen. Die Aktien sind für das gesamte Geschäftsjahr 1997 gewinnanteilsberechtigt.
Für 1997 erwartet der AMV-Vorstandsvorsitzende ein Ergebnis, das in Kontinuität zu den drei guten Vorjahren stehen wird und eine gleichbleibende Dividende auf das erhöhte gezeichnete Kapital zuläßt. Trotz der schwierigen Marktverhältnisse mit kaum steigenden Einkommen, einem anhaltenden Preisdruck infolge weiterer Verschärfung des Wettbewerbes sowie Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stiegen die Beitragseinnahmen der AMV in den ersten 5 Monaten um 0,5%. Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer erwarten hingegen für das Geschäftsjahr einen weiteren Rückgang der Beiträge. Vorrangiges Ziel für 1997 ist das nach Aussage von Schorlemers, die Bestände in einem veränderten Wettbewerbsumfeld zu sichern und unter Beibehaltung der Innovationskraft bei der Produktentwicklung über dem Branchendurchschnitt zu wachsen. Besondere Schadenereignisse waren in den ersten Monaten nicht zu verzeichnen. Die Kostenquote ist rückläufig. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen liegt auf dem hohen Ertragsniveau des Vorjahres.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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