Debeka-Gruppe verzeichnete 2003 Rekordergebnisse
Die Beitragseinnahmen der Debeka Versicherungen stiegen im Jahr 2003 von 5,290 Milliarden Euro um 8,4 Prozent auf 5,731 Milliarden Euro. Die Branche verzeichnete dagegen ein Wachstum von 4,7 Prozent. Die Geldeingänge der Debeka Bausparkasse beliefen sich zum Jahresende auf 2,167 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um 23,3 Prozent. Die Bilanzsumme der Gruppe stieg im vergangenen Jahr erneut zweistellig um 12,0 Prozent auf 41,955 Milliarden Euro. Die Kapitalerträge konnten um 138 Millionen Euro auf 2,323 Milliarden Euro erhöht werden.
Der Vorstandsvorsitzende der Debeka Versicherungen, Uwe Laue, ist mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden: "Wir können stolz sein, denn wir haben es in der Krankenversicherung nicht nur aus eigener Kraft geschafft, erneut den höchsten Neuzugang an vollversicherten Personen innerhalb der Branche zu erreichen, sondern wir sind auch nach Beitragseinnahmen zum absoluten Marktführer unter den privaten Krankenversicherern aufgestiegen." Auch in anderen Sparten konnte die Debeka deutlich zulegen: "In der Lebensversicherung überschritten die Beitragseinnahmen die Zwei-Milliarden-Euro-Marke. Mit einem Beitragsplus von 9,5 Prozent haben wir eine mehr als doppelt so hohe Wachstumsrate als der Verbandsdurchschnitt - 4,1 Prozent - erreicht", führt Laue in seiner Kommentierung des Jahresabschlusses aus. Das erste volle Geschäftsjahr der Debeka Pensionskasse AG sei ebenfalls erfolgreich verlaufen. Zugunsten der Versicherten habe man außerdem die Kostensituation auf einem sehr niedrigen Niveau nicht nur halten, sondern sogar zum Teil noch senken können.
Von der Möglichkeit nach § 341b HGB, bestimmte Kapitalanlagen wie Anlagevermögen zu behandeln, wurde bei allen Debeka Unternehmen kein Gebrauch gemacht.
Auch die Zahl der Arbeitsplätze entwickelte sich bei der Debeka entgegen dem allgemeinen Trend. Ende 2003 beschäftigte die Debeka insgesamt 13.272 Mitarbeiter/-innen. Das waren 849 mehr als im Jahr 2002. Die Zahl der Lehrlinge stieg von 1.109 auf 1.147. Nach einer Umfrage der Wirtschaftswoche vom März gehört die Gruppe damit zu den größten Arbeitsplatzschaffern in Deutschland. Sie belegt in einer Rangliste von 2.500 deutschen Unternehmen aus allen Branchen den sechsten Platz unter den Jobbeschaffern.
Für das laufende Jahr erwartet Laue ein noch stärkeres Wachstum. Die Ergebnisse aus den ersten vier Monaten bestätigen diese Erwartung. So konnten die Debeka Versicherungen im ersten Jahresdrittel 2004 die Vertragsbestände weiter ausbauen und der Vorstandsvorsitzende rechnet zum Jahresende mit einer Steigerung der Beitragseinnahmen um zehn Prozent. Dazu beitragen würde das gute Abschneiden in unabhängigen Ratings und Vergleichen von Analysten über Versicherungsunternehmen und deren Produkte. So sei die Debeka Lebensversicherung als erster Lebensversicherer in Deutschland von der Ratingagentur ASSEKURATA mit "A++ / EXZELLENT" ausgezeichnet worden. Diese Bewertung biete den Verbrauchern eine Qualitätsbeurteilung von Versicherungsunternehmen und somit eine wichtige Entscheidungshilfe.
Die Ergebnisse der Debeka Unternehmen im Einzelnen:
Debeka Krankenversicherungsverein a. G.:
Neuer Marktführer / Höchster Nettozugang der Branche / 229 Mio. Euro an Kunden zurücküberwiesen
Die verdienten Beitragseinnahmen der Debeka Kranken stiegen im Jahr 2003 um 231 Millionen Euro bzw. 7,6 Prozent auf 3.269,9 Millionen Euro. Damit ist das Unternehmen aus eigener Kraft - also ohne den Zukauf anderer Unternehmen - zum größten privaten Krankenversicherer in Deutschland aufgestiegen. Mit mehr als 1,87 Millionen privat versicherten Personen hält die Debeka einen Marktanteil von rund 25 Prozent. Der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist damit ohnehin Marktführer nach Krankheitskostenvollversicherungen. Mit zwei Millionen Versicherten ist die Debeka Kranken auch der größte Träger der privaten Pflegepflichtversicherung.
Im vergangenen Jahr wurden 89.728 Krankheitskostenversicherungen neu abgeschlossen. Im Zusatzversicherungsbereich waren es 208.218 Krankenhaustage- und Krankentagegeldversicherungen und 228.798 sonstige selbstständige Teilversicherungen. Die Bestände konnten damit wiederum deutlich ausgeweitet werden. Der Nettozugang belief sich auf 49.426 Krankheitskostenversicherungen. Damit verzeichnete die Debeka erneut das höchste Bestandwachstum innerhalb der Branche.
Die Versicherungsleistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent auf 2,203 Milliarden Euro. An Beitragsrücker-stattung bei Leistungsfreiheit wurden rund 410.000 Versicherten über 229 Millionen Euro zurücküberwiesen. Die Leistungsquote, der Gradmesser für die Leistungskraft einer privaten Krankenversicherung, belief sich auf fast unverändert 104,4 Prozent. Sie liegt seit mehr als 21 Jahren über 100 Prozent. Das bedeutet, dass die Debeka ihren Versicherten mehr Leistungen entgegenbringt, als sie an Beiträgen einnimmt. Ermöglicht wird dies durch hohe Kapitalerträge und niedrige Kosten. Dementsprechend konnte die Quote der Verwaltungsaufwendungen im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr sogar nochmals gesenkt werden, und zwar von 1,7 auf 1,6 Prozent. Der Durchschnitt der Branche liegt nach ersten Schätzungen bei 3,3 Prozent. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 6,2 Prozent.
Debeka Lebensversicherungsverein a. G.:
Zwei-Milliarden-Euro-Marke bei Beitragseinnahmen überschritten / Doppelt so hohes Wachstum wie die Branche /
"Exzellenter" Lebensversicherer laut ASSEKURATA
Während der Zuwachs der gebuchten Beiträge im Jahr 2003 marktweit bei 4,1 Prozent lag, erreichte der größte Lebensversicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit 9,5 Prozent eine mehr als doppelt so hohe Steigerung der Bruttobeitragseinnahmen, und zwar um 177,2 Millionen Euro auf 2.044,8 Millionen Euro. Damit konnte die Debeka auch ihr Vorjahresergebnis (90,9 Millionen Euro) fast verdoppeln. Der Verwaltungskostensatz lag mit 1,6 Prozent ebenso wie die Abschlusskostenquote, die sogar nochmals von 3,4 auf 3,2 Prozent gesenkt werden konnte, weit unter dem Branchendurchschnitt. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 6,1 Prozent - im Durchschnitt der letzten drei Jahre lag sie bei 6,4 Prozent.
Mit einem Neuzugang an 231.675 Hauptversicherungen und 8,8 Milliarden Euro Versicherungssumme (Vorjahr: 8,1 Milliarden Euro) erreichte die Debeka Leben erneut einen hohen Neuzugang. Der Schwerpunkt lag mit rund 140.000 Verträgen bei den kapitalbildenden Lebensversicherungen. Im Vorjahr war der Neuzugang wesentlich durch den Zugang von rund 122.000 förderfähigen Rentenversicherungen nach dem Altersvermögensgesetz geprägt. Die neu abgeschlossene Beitragssumme betrug 5.434,4 Millionen Euro. Sie setzt sich aus 5.291,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3.282,3 Millionen Euro) für die klassische Lebens- und Rentenversicherung und 142,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1.765,1 Millionen Euro) für Verträge nach dem Altersvermögensgesetz unter Berücksichtigung aller vier Stufen zusammen.
Der Bestand wuchs um 99.966 auf 2.732.139 Verträge (+ 3,8 Prozent) mit 76,6 Milliarden Euro Versicherungssumme (+ 5,1 Milliarden Euro bzw. + 7,1 Prozent). Nach der Bestandssumme nimmt die Debeka Leben in der Rangliste der mehr als 100 Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland unverändert Platz sechs ein.
ASSEKURATA, die erste unabhängige deutsche Ratingagentur, die sich auf die Qualitätsbeurteilung von Erstversicherungsunternehmen spezialisiert hat, zeichnete im März 2004 die Debeka Lebensversicherung mit dem Qualitätsur-teil "A++" ("exzellent") aus. Nach Ansicht der Analysten, die die Bereiche Unternehmenssicherheit, Kundenorientierung, Gewinnbeteiligung, Erfolg und Wachstum/Attraktivität im Markt untersuchten, erfüllt das Unternehmen die Qualitätsanforderungen für die Versicherten exzellent. Die Debeka ist der erste Lebensversicherer in Deutschland, der mit dieser herausragenden Note ausgezeichnet wurde.
Debeka Allgemeine Versicherung AG: Hoher Neuzugang
Die Entwicklung der Debeka Allgemeinen war auch in ihrem 22. Geschäftsjahr von Wachstum geprägt. Mit einem positiven Geschäftsergebnis in allen Sparten konnte der Unfall-, Sach-, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherer seine Marktposition weiter ausbauen und steigende Ergebnisse erzielen. Der Gesamtbestand stieg von 4,107 Millionen um 4,7 Prozent bzw. 194.326 Verträge auf 4,301 Millionen Verträge. Größten Anteil am Wachstum hatte die Sachversicherung mit rund 65.000 Verträgen. Dies entspricht 33,5 Prozent des Nettowachstums.
Die Brutto-Beiträge lagen mit 403,75 Millionen Euro um 21,82 Millionen Euro (+ 5,7 Prozent) über dem Betrag des Jahres 2002; für eigene Rechnung verblieben 355,66 Millionen Euro, das sind 24,06 Millionen Euro (+ 7,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Zusätzlich zu den Beiträgen fielen zulasten der Versicherungsnehmer 63,97 Millionen Euro Versicherungsteuer (+ 5,7 Prozent) an.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich auf brutto 224,92 Millionen Euro (Vorjahr: 234,86 Millionen Euro). Für eigene Rechnung betrugen die Aufwendungen 202,19 Millionen Euro. Das waren 2,57 Millionen Euro (+ 1,3 Prozent) mehr als im Jahr 2002. Das alle Versicherungszweige umfassende versicherungstechnische Ergebnis war bei wachsenden Beständen, neu geordneten Rückversicherungsbeziehungen und insgesamt gesunkener Schadenquote erneut positiv; es konnte gegenüber dem Vorjahresergebnis erheblich verbessert werden.
Die Kapitalanlagen stiegen im Jahr 2003 um 20,6 Prozent auf 439,31 Millionen Euro. Daraus wurde ein Nettoertrag in Höhe von 28,27 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Nettoverzinsung betrug 7,0 Prozent.
Debeka Pensionskasse AG: Erfolgreicher Markteinstieg
Die Debeka Pensionskasse AG, die ihren Geschäftsbetrieb im Juni 2002 als 100 %ige Tochter der Debeka Lebensversicherung aufgenommen hat, konnte in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr (2003) positive Ergebnisse erzielen. Sie erreichte damit einen erfolgreichen Markteinstieg. Insgesamt wurden 15.775 Verträge neu abgeschlossen. Die Beitragssumme des Neuzugangs belief sich auf 442,0 Millionen Euro. Der Bestand zum Ende 2003 umfasste 19.402 Verträge, einen laufenden Beitrag von 22,2 Millionen Euro für ein Jahr und eine zwölffache Jahresrente in Höhe von 530,8 Millionen Euro.
Die Beitragseinnahmen beliefen sich auf 12,327 Millionen Euro. Die Kapitalanlagen von 8,6 Millionen Euro erbrachten einen Ertrag von 367.000 Euro. Die Nettoverzinsung betrug 5,1 Prozent.
Debeka Bausparkasse AG: Neugeschäft steigt um 57 Prozent
Auch für die Debeka Bausparkasse war 2003 ein Rekordjahr. Das Institut schloss bundesweit 128.376 Bausparverträge über eine Bausparsumme von 2,7 Milliarden Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 74,6 Prozent in der Anzahl und von 57,4 Prozent in der Bausparsumme. Verschiedene Faktoren begünstigten den Run auf das Bausparen. Zum einen führte die lang andauernde Diskussion um die Streichung der Wohnungsbauprämie möglicherweise zu Vorzieheffekten. Zum anderen wurden durch die anhaltende Niedrigzinsphase viele renditeorientierte Anleger auf das Bausparen aufmerksam. Die Kreditzusagen der Debeka-Gruppe stiegen um 25,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.
Der Geldeingang stieg zweistellig um insgesamt 20 Prozent auf über 1,295 Milliarden Euro. Darüber hinaus zahlten Privatpersonen 574 Millionen Euro auf Kapitalanlagekonten ein. Am Ende des Geschäftsjahres betreute die Debeka Bausparkasse 703.435 Verträge (+ 8,9 Prozent) mit einer Bausparsumme von 14,138 Milliarden Euro (+10,8 Prozent).
Das Unternehmen steigerte 2003 seine Bilanzsumme um rund 14 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Gemessen an dieser Kennzahl ist es die viertgrößte Bausparkasse Deutschlands.
Quelle: Pressemeldung Debeka-Gruppe
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