BHW Quartalsergebnis steigt kräftig
Mit einer Steigerung der operativen Erträge um fast 30 Prozent hat der Hamelner BHW Konzern im ersten Quartal 2005 seine positive Vorjahresentwicklung fortgesetzt. Neben dem Rohüberschuss (+ 27,8 Prozent) konnten das Konzernbetriebsergebnis und der Konzernquartalsüberschuss mehr als verdoppelt werden.
Maßgeblich für den Anstieg der operativen Erträge war die Steigerung des Zinsüberschusses um 30,0 Prozent auf 265,2 Mio. Euro. Darin spiegelt sich auch das innovative Geschäftsmodell der Veräußerung von Forderungsbeständen wider. Trotz höherer Provisionsaufwendungen aufgrund des starken Neugeschäfts erreichte der Rohüberschuss 277,1 Mio. Euro und wuchs damit um 27,8 Prozent. Die deutlich gestiegenen operativen Erträge und die stabilen Verwaltungsaufwendungen verbesserten erneut die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio). Sie liegt im ersten Quartal 2005 mit 50,1 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 62,3 Prozent.
Nach Risikovorsorge (50,0 Mio. Euro), dem Saldo aus Sonstigen Erträgen und Aufwendungen sowie dem Finanzanlageergebnis ergibt sich als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein Konzernbetriebsergebnis von 83,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal (32,0 Mio. Euro) bedeutet dies eine Steigerung von gut 160 Prozent. Der Konzernquartalsüberschuss von 86,4 Mio. Euro berücksichtigt den Steueraufwand und die Bewertung eigener Aktien. Das Quartalsergebnis des Vorjahres (30,7 Mio. Euro) wurde damit mehr als verdoppelt. Der Konzernbilanzgewinn beläuft sich auf 28,1 Mio. Euro (Vorjahr 27,2 Mio. Euro).
Baufinanzierung und Vermögensaufbau sind Wachstumsmotoren
Motor der Ertragsdynamik war das Wachstum in den Kerngeschäftsfeldern "Private Baufinanzierung" und "Privater Vermögensaufbau." Sie stehen für die strategische Ausrichtung des BHW Konzerns auf die private Vorsorge. Größter Ertragsbringer war im ersten Quartal wiederum die Private Baufinanzierung. Hier stieg das Segmentergebnis nach Steuern um 50,6 Prozent auf 47,6 Mio. Euro. Auch das Quartalsergebnis im privaten Vermögensaufbau, getragen von den Fonds- und Lebensversicherungsprodukten des Konzerns, wuchs um gut 13 Prozent auf 4,3 Mio. Euro. Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Quartale erneut fort.
Die Erfolge der Geschäftsfelder "Gewerbliche Baufinanzierung" und "Staatskreditgeschäft" werden von der Konzerntochter Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) verantwortet. Sie lassen sich aufgrund der neu ausgerichteten Geschäftstätigkeit und einer geänderten Risikopolitik nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichen. Die leicht positiven Ergebnisse in der gewerblichen Baufinanzierung (1,0 Mio. Euro) und im Staatskreditgeschäft (2,6 Mio. Euro) sind ein Beleg für die Wirksamkeit der bislang durchgeführten Restrukturierungs-Maßnahmen.
Neugeschäft legt weiter zu
Das BHW Neugeschäft ist mit Schwung in das Jahr 2005 gestartet. Mit einem Volumen von über 4,5 Mrd. Euro im Kerngeschäftsfeld "Private Baufinanzierung" wurde das hohe Niveau des Vorjahresquartals leicht übertroffen. Um rund 8 Prozent legte dabei bis Ende April das BHW Bausparneugeschäft zu. Die bausparunabhängigen Darlehenszusagen betrugen im ersten Quartal 1,6 Mrd. Euro. Sie erreichten damit trotz der schwachen Konjunktur erneut das Vorjahresniveau.
Im Fondsgeschäft konnte BHW mit einer Steigerung des Abschlussvolumens um gut 40 Prozent an die außerordentlich gute Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Das ferner zum Segment "Privater Vermögensaufbau" gehörende Lebensversicherungsgeschäft wurde erwartungsgemäß von den extrem hohen Vorzieheffekten des Ausnahmejahres 2004 geprägt. Die eingelöste Versicherungssumme belief sich im ersten Quartal auf 337 Mio. Euro (Vorjahr 667 Mio. Euro).
Allgemeine wirtschaftliche Situation beeinflusst Zukunftsaussichten
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland eine deutlich zurückhaltende Prognose abgegeben. Diese Rahmenbedingungen beeinflussen auch den Baufinanzierungsmarkt . Dennoch sieht die große Mehrheit der Bevölkerung in den eigenen vier Wänden das beste und sicherste Instrument der Altersvorsorge. Bei einem fast historischen Zinstief und der moderaten Preisentwicklungen auf den Immobilienmärkten bleibt die eigene Wohnimmobilie deshalb weiter höchst attraktiv. Die private Vorsorge rückt angesichts rückläufiger staatlicher Absicherungen zunehmend in das Bewusstein der Bevölkerung. BHW erwartet daher für die private Alterssicherung weiteres Wachstum. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen für die Kerngeschäftsfelder des Konzerns rechnet BHW weiterhin mit einem positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2005.
Den Quartalsbericht finden Sie unter www.bhw.de/zwischenberichte im Internet.
Quelle: Pressemeldung BHW Bausparkasse AG
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