AMV hat Marktposition weiter ausgebaut

14.04.1999 | Köln
Hauptversammlung stimmt Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zu Erneuter Marktanteilszuwachs in 1999 geplant. Die Aachener und Münchener Versicherung AG (AMV) kann wieder auf ein Erfolgsjahr zurückblicken, erklärte der Vorsitzende des Vorstands, Elmo Freiherr von Schorlemer, in der Hauptversammlung am 14. April 1999 in Aachen.

Die gesteckten Ziele: Kontinuierliches Wachstum, Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses und Steigerung der Ertragskraft wurden erreicht. Der Jahresüberschuß 1998 erhöhte sich von 55,1 Mio. DM im Vorjahr um über 16 % auf 64,0 Mio. DM. Dieser ermöglicht, nach einer Dotierung der Gewinnrücklage um 13,5 Mio. DM (Vorjahr: 13,0 Mio. DM) eine Dividende von 15,00 DM je Aktie auf das um 20 % erhöhte Grundkapital zu zahlen.

Wie im Vorjahr konnte die Gesellschaft auch in 1998 ihre Marktposition weiter ausbauen. Obwohl der Gesamtmarkt einen Rückgang der Beitragseinnahmen um ca. 2,0 % hinnehmen mußte, steigerte die AMV die Brutto-Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft um 0,7 % auf 2,02 Mrd. DM. Deutlicher Beweis für die Erfolge der Vertriebswege und die konsequent fortgesetzte Produktoffensive ist nach Aussage von Schorlemers die um 200.000 Stück höhere Anzahl der vermittelten Versicherungsverträge bzw. (+ 3,6 %) auf über 5,9 Mio. Verträge. Das hervorragende Beitragswachstum ist zuallererst durch die Erfolge in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung bestimmt. Während der Markt hier Beitragsverluste von über 3 % hinnehmen mußte, konnte die AMV einen Zuwachs von 0,7 % erreichen. Auch das Stückzahlwachstum lag mit + 4,9 % weit über der Marktentwicklung (+ 1,5 %). Erfreulich war erneut das Beitragswachstum in der Unfallversicherung (+ 3,8 %; Markt: + 2,5 %) und in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung (+ 4,0 %; Markt: + 1,0 %). Da das in Rückdeckung übernommene Geschäft planmäßig zurückgeführt wurde, betrugen die Gesamtbeitragseinnahmen wie im Vorjahr 2,07 Mrd. DM.

Auf der Schadenseite setzte sich im Bestand der Trend zu rückläufigen Schadenhäufigkeiten fort. Die Anzahl der gemeldeten Schadenereignisse stieg um 2,2 %, während sich die Zahl der Versicherungsverträge um 3,6 % erhöhte. Im selbst abgeschlossenen Geschäft verringerte sich der Brutto-Schadenaufwand um 0,6 % auf 1,43 Mrd. DM. Dadurch kam es zu einem Rückgang der Schadenquote um 0,6 %-Punkte auf 70,9 %.

Die Verwaltungskosten im selbst abgeschlossenen Geschäft konnten um 4,0 Mio. DM bzw. 1,4 % abgesenkt werden, obwohl hohe Aufwendungen für die Umstellung der Software-Programme wegen des Euros und wegen des Jahr-2000-Problems zu tätigen waren sowie die Stückzahl der Verträge deutlich zunahm. Durch die Erfolge der fortlaufenden Maßnahmen zur Verminderung der produktionsunabhängigen Kosten ging der Verwaltungskostensatz nach Angaben von Schorlemers von 14,0 % auf 13,8 % zurück. Gleichzeitig veränderten sich die Aufwendungen für Provisionen und sonstige Bezüge der Vertreter auf 17,2 % (Vorjahr: 16,6 %). Hier machten sich hohe Investitionen in die fortgesetzte Modernisierung der Beratungstechnologie und die Kosten für den weiteren Ausbau der Vertriebswege bemerkbar.

Die Brutto-Kostenquote des Gesamtgeschäftes erhöhte sich insgesamt von 30,3 % auf 30,9 %. Für eigene Rechnung ergab sich durch die Veränderung in den Rückversicherungsabgaben ein Anstieg der Kostenquote von 29,1 % auf 31,3 %.

Das gesamte versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung verbesserte sich um 29 Mio. DM auf -99,0 Mio. DM (Vorjahresverlust: 128,0 Mio. DM). Den Schwankungsrückstellungen wurden 25,3 Mio. DM (Vorjahr: 15,3 Mio. DM) zugeführt.

Sehr positiv entwickelte sich die nichtversicherungstechnische Rechnung. Eine deutliche Zunahme der laufenden Kapitalerträge um 5,6 % auf 221,6 Mio. DM und ein erfreuliches übriges Ergebnis aus Kapitalanlagen trotz höherer Wertpapierabschreibungen führten zu einem Nettoergebnis aus Kapitalanlagen von 283,1 Mio. DM (Vorjahr: 295,4 Mio. DM). Der Vorjahreswert war durch 19 Mio. DM Gewinne aus Beteiligungsveräußerungen beeinflußt.

Die Differenz zwischen den Zeitwerten und den Buchwerten der zu "Anschaffungskosten ausgewiesenen Kapitalanlagen" beträgt 1,35 Mrd. DM (+ 7,5 Mio. DM gegenüber Vorjahr). Bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen ergibt sich eine Reservequote bei den Kapitalanlagen von rund 39 %.

Die Hauptversammlung stimmte der vorgeschlagenen Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln zu. Das derzeitige gezeichnete Kapital wird im Nennbetragsverhältnis von 5 : 1 von 168,44 Mio. DM auf 202,13 Mio. DM durch Umwandlung von im Jahresabschluß ausgewiesenen Kapitalrücklagen in gezeichnetes Kapital erhöht. Die Aktien sind für das gesamte Geschäftsjahr 1999 gewinnanteilsberechtigt. Ebenfalls wurde der Umstellung des Grundkapitals auf Stückaktien und den Euro zugestimmt.

Obwohl sich der Wettbewerbsdruck in der Schaden- und Unfallversicherung in 1999 fortsetzen wird, will die AMV - entgegen der Entwicklung des Marktes - ein Beitragswachstum erzielen und dadurch Marktanteile hinzugewinnen sowie gleichzeitig die Ertragskraft des Unternehmens weiter verbessern. Nach den ersten drei Monaten liegen die Beitragseinnahmen um 1,8 % über dem Vorjahreswert. Außergewöhnliche Schadenereignisse waren in den ersten Monaten nicht zu verzeichnen. Die Kostenquote entwickelt sich wie geplant. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen liegt über dem Vorjahr. Auch für 1999 will die Gesellschaft ihren Aktionären eine attraktive Dividende auf das erhöhte gezeichnete Kapital ausschütten und die innere Stärkung der Gesellschaft fortsetzen.

Ab 1.1.1999 bietet die AMV Ihren Kunden einen "Euro-Service" in der Form an, daß der Einlösebetrag in allen Rechnungen in der jeweils anderen Währung (DM oder Euro) parallel ausgedruckt wird. Ab Mitte des Jahres 1999 werden alle aktuellen Produkte - zusätzlich zu den bisherigen DM-Tarifen - auch mit Euro-Tarifen angeboten.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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